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Wechsel an der Spitze der Eisfelder Feuerwehr

Verantwortlicher Autor: KWF Eisfeld, 26.03.2026, 18:30 Uhr
Presse-Ressort von: Karl-Wolfgang Fleißig Bericht 5158x gelesen

Eisfeld [ENA] Wechsel an der Spitze der Eisfelder Feuerwehr ++ Hauptamt wird wieder Ehrenamt ++ Nach sieben Jahren im Dienste der Stadtverwaltung endet zum 31. März 2026 die hauptamtliche Tätigkeit des gegenwärtigen Stadtbrandmeisters ++ Thüringer Innenministerium und Thüringer Feuerwehrverband als Hemmnis bei der Hauptamtlichkeit eines Stadtbrandmeisters ++ "Es ist schade, wie schnell das Amt hier in Eisfeld hergegeben wurde "

Sieben Jahre war Oberbrandmeister Danilo Hedwig als hauptamtlicher Stadtbrandmeister und als Sachbearbeiter rund um die Feuerwehren der Kernstadt und seiner Ortsteile in der Eisfelder Stadtverwaltung tätig. Zum 31. März diesen Jahres endet nun diese hauptberufliche Tätigkeit als Stadtbrandmeister. In der Werrastadt wird diese Funktion wieder in eine ehrenamtliche Aufgabe überführt. Objektiv gesehen gibt es nach der reinen Gesetzeslage für Eisfeld keine Möglichkeit, diese Funktion eines Stadtbrandmeisters weiterhin hauptamtlich zu besetzen. Daneben war Hedwig gleichzeitig als Sachbearbeiter rund um das Thema Feuerwehr angestellt.

Der Eisfelder Bürgermeister bezieht Stellung

Danilo Hedwig wird jedoch diese Funktion eines Stadtbrandmeisters im Ehrenamt nicht ausführen. In der zurückliegenden Jahreshauptversammlung der Eisfelder Feuerwehren bezog Bürgermeister Christoph Bauer zu diesem Thema Stellung. Mit einer letzten Gesetzesnovelle vom 1. Januar 2025 seien für einen hauptamtlichen Stadtbrandmeister zwei Voraussetzungen erforderlich, so Bürgermeister Christoph Bauer. Zum einen müssten zwei Kameraden bzw. Kameradinnen hauptberuflich in der Eisfelder Wehr tätig sein und zum anderen müsse der Stadtbrandmeister eine Ausbildung im mittleren feuerwehrtechnischen Dienst aufweisen.

Beide Voraussetzungen sind demnach – trotz zahlreicher Lehrgänge von Danilo Hedwig – nicht gegeben. Da Bauer die Gesetze umsetzen müsse, habe es für ihn keine Möglichkeit der Fortführung der hauptberuflichen Tätigkeit des Stadtbrandmeisters gegeben. Der Bürgermeister wisse um die vielfältigen Aufgaben dieses Amtes. Aber: „Ich habe eine klare Marschrute bekommen“, so das Stadtoberhaupt. Die anstehenden Aufgaben nimmt nunmehr der stellvertretende Stadtbrandmeister Thomas Ebert mit Unterstützung aus der Stadtverwaltung wahr. Zwischen dem Bürgermeister und Danilo Hedwig habe es demnach einen einvernehmlichen Aufhebungsvertrag gegeben.

Laut Bürgermeister Christoph Bauer müsse nun die Feuerwehrsatzung der Stadt Eisfeld geändert werden. Etwa im August oder September des Jahres soll ein neuer Stadtbrandmeister zugleich mit seinem Stellvertreter gewählt werden. „Wir brauchen wieder einen Kopf“, so Bauer. Für die halbe ausstehende Sachbearbeiterstelle Brandschutz und Gerätewart soll eine Ausschreibung erfolgen.

Was sagt der scheidende Stadtbrandmeister?

Auf Nachfrage beim scheidenden Stadtbrandmeister Danilo Hedwig, habe der Bürgermeister Christoph Bauer seiner Bitte um Aufhebung des Arbeitsvertrages zugestimmt. So problemlos sei die Arbeit schlussendlich nicht mehr gewesen. Nach seiner Sicht gab es in der Stadtverwaltung „atmosphärische Störungen“. Um sich nicht selbst zu schaden, habe Hedwig keinen anderen Ausweg gesehen und „die Reißleine“ gezogen. „Ich hätte die Ehrenamtlichkeit eines Stadtbrandmeisters nicht stemmen können.“ Nach Feierabend könne man so etwas nicht auf den richtigen Weg bringen. Nach Danilo Hedwigs Auffassung kämpfen andere Kommunen um die Hauptamtlichkeit ihres Stadtbrandmeisters.

„Es ist schade, wie schnell das Amt hier in Eisfeld hergegeben wurde.“ Im Rückblick waren die vergangenen sieben Jahre eine Zeit, in der man als Stadtbrandmeister 24 Stunden an sieben Tagen in der Woche zur Verfügung steht. „Ich hoffe, dass sich alle zusammenraufen.“ In Hinblick auf einen neuen Stadtbrandmeister – sofern es einen geeigneten Kandidaten gibt, der auch gewählt wird – hofft Hedwig auf dessen Objektivität. Alle Wehren, egal ob die Stützpunktfeuerwehr oder die einzelnen Ortsteilwehren, müssen aus seiner Sicht gleich behandelt werden.

Der Landkreis äußert sich

Der Vertreter des Landkreises Hildburghausen an der Jahreshauptversammlung Marcel Koch, schätzte seine Zusammenarbeit mit Danilo Hedwig. Nach seiner Aussage könnten alle Kommunen des Landkreises nach der geltenden Gesetzeslage keinen hauptamtlichen Stadtbrandmeister einstellen. Das Thüringer Innenministerium sowie der Thüringer Feuerwehrverband seien diesbezüglich „Hemmer“. „Die Mühlen mahlen langsam.“ Trotzdem müsse es in Eisfeld weitergehen. „Rauft euch zusammen. Findet eine ordentliche Gesprächskultur. Arbeitet nicht hinter dem Rücken, seid immer offen zueinander und übt einen fairen Umgang.“

Der scheidende hauptamtliche Stadtbrandmeister Danilo Hedwig bedankt sich bei all denjenigen, welche die Feuerwehren der Stadt Eisfeld und seiner Ortsteile mit vorangebracht haben. Er bedankt sich für die fruchtbare Zusammenarbeit, die es ermöglicht hat, „die Feuerwehren auf den gegenwärtigen Stand zu bringen“, so wie er ist. +++++ Archiv-Foto: Stadtbrandmeister Danilo Hedwig (links) bei Ehrungen anlässlich der Jahreshauptversammlung 2023 der Eisfelder Feuerwehren zusammen mit dem damaligen Eisfelder Bürgermeister Sven Gregor (rechts) +++++

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