Mittwoch, 20.11.2019 16:12 Uhr

TOP Wanderwege für Ferienregion Masserberg

Verantwortlicher Autor: K.-W. Fleißig Masserberg, 07.10.2019, 12:22 Uhr
Presse-Ressort von: Karl-Wolfgang Fleißig Bericht 4854x gelesen
Der Wanderweg ist eröffnet
Der Wanderweg ist eröffnet  Bild: K.-W. Fleißig

Masserberg [ENA] Ein erster von fünf TOP-Wanderwegen in der Ferienregion Masserberg ist im vergangenen Monat seiner Bestimmung übergeben worden. Für den Rundwanderweg „Werraquelle“ haben der Thüringer Minister für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitale Gesellschaft Wolfgang Tiefensee, ...

... die Geschäftsführerin der Landesentwicklungsgesellschaft Sabine Wosche, die tourismuspolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion Claudia Scheerschmidt, der „Hüttenwirt“ der Werraquell Hütte Wilfried Erhardt, die Geschäftsführerin des Regionalverbundes Thüringer Wald Marietta Schlütter, der Bürgermeister der Gemeinde Masserberg Dennis Wagner und der stellvertretende Landrat Dirk Lindner offiziell das Band durchschnitten. „Der Rundweg Werraquelle ist ein Projekt, das auf Initiative des Regionalverbundes mit großer Unterstützung von Herrn Erhardt, dem Besitzer der Werraquell Hütte entstanden ist“, so Marietta Schlütter, die Geschäftsführerin des Regionalverbundes Thüringer Wald.

Es folgen vier weitere Rundwanderwege, so Schlütter, die vom Regionalverbund konzeptioniert wurden, aber dann Aufgabe der Gemeinde Masserberg in der Umsetzung, Ausschilderung und Finanzierung sind. Der Regionalverbund habe beim Pilotprojekt Rundwanderweg Werraquelle nur die Ausschilderung finanziert. Das sind ca. 8.000 Euro „plus viele Arbeitsstunden von zwei Mitarbeitern“. Die anderen Mittel seien von Wilfried Erhardt geflossen, der diesen Sonntagvormittag auch nutzte, seine Visionen von der Ferienregion Masserberg den anwesenden Gästen zu vermitteln. Inhaltlich beteiligt sei auch die Gemeinde Masserberg gewesen, so deren Bürgermeister Dennis Wagner.

Der heutige Wanderweg, so Minister Tiefensee, der soll so gut sein, dass er das Prädikat als TOP Wanderweg auch im deutschen und europäischen Maßstab bekommt. Sieben Stelen entlang des Weges, die eine schöne Geschichte erzählen, sollen diesen Weg auch interessant und attraktiv machen. Die mittelschwere rund 6 Kilometer lange Strecke ist in rund zwei Stunden zu bewältigen. Natürlich kann man bei dieser Gelegenheit auch in der Werraquell-Baude einkehren und sich für den Rückweg stärken.

An diesem Sonntagvormittag wurde die Werraquelle mit der Werraquell Hütte auch schon einmal vom Masserberger Rennsteighaus aus unter der Führung von David Lehmann vom Regionalverbund Thüringer Wald und zuständig für die Infrastruktur/Tourportal Thüringer Wald erwandert. Das Umfeld an der Werraquelle ist familienfreundlich und auch für Kinder geeignet. Es gibt Pferde und Ziegen, Hasen und Katzen, es ist ein wunderschöner Familienausflug der sich lohnt, so Lehmann. Neben Dirk Lindner mit dabei u. a. auch der Masserberger Bastian Hinz, zertifizierter Natur- und Landschaftsführer, der mit seiner einjährigen Tochter im „geländegängigen“ Kinderwagen und dem dreijährigen Sohn sich auf den Weg gemacht hatte.

Einen prominenten Besuch gab es auch noch. Die Urenkel des Erbauers der Werraquelle Elisas Traut, Walburga Wolf geborene Traut und Günther Traut waren auch zugegen. Während Günther Traut ein Fehrenbacher ist, hat sich Walburga Wolf um fünf Uhr von Stuttgart aus mit ihrem Mann auf den Weg gemacht, um pünktlich in Masserberg zu sein und an der Wanderung und der Eröffnung teilnehmen zu können. „Wir haben das in Stuttgart gehört und ich habe im Internet mir das angeschaut und dachte, das ist ja wirklich ein Anlass, da lohnt es sich, früh aufzustehen.“

Der Zielkatalog 2025

Grundlage für die Entwicklung Masserbergs, so Andreas Jaeger von der LEG und Projektleiter für die touristische Entwicklung um Masserberg, ist ein Maßnahmenkatalog, der Zielkatalog 2025. So sind bis zum Jahr 2012/22 öffentliche Investitionen auf den Weg zu bringen, die „parallel gleichzeitig privates Investment stimulieren sollen“. Schlüsselprojekte seien die Klinik, das Badehaus und ein Kurmittelhaus. Das Kurmittelhaus, das in den Komplex Badehaus mit integriert werden soll würde das Eingangsportal in die Ferienregion werden. „Das ist wie so ein Wellcome-Center oder Visitor Center, so wie wir das aus den Alpen oder aus Nordamerika kennen.“

Es soll damit ein großes Tourismuszentrum werden, in das auch das Wander-Kompetenzzentrum hinein integriert würde. Dieses Welcome Center sei gleichzeitig der Ankunftspunkt für den Touristen und der Ausgangspunkt für die TOP 5 Wanderwege. Um den Gebäudekomplex entstünde der neue Masserberger Kurpark mit dem Themengarten, die teilweise Therapiegärten seien. Diese Maßnahmen sollen bis zum Jahr 2022 umgesetzt werden. Für den Klinikumbau stehen, so Jaeger, 16 Millionen Euro bereit. Wichtig für die Region sei ein Alleinstellungsmerkmal, das den Tourismus auch in den Thüringer Wald zieht.

Blick über den Thüringer Wald

Weitere TOP-Wanderwege in der Masserberger Ferienregion sind in der Planung. Dazu gehören die TOP Wanderwege nach Friedrichshöhe, nach Goldisthal mit dem Naturparkhaus und schließlich die Verbindung zwischen den Masserberger Ortsteilen mit den Highlights. Der fünfte Weg solle noch definiert werden. Bezogen auf den TOP 5 Wanderweg „Rundweg Werraquelle“ seien auf dem Weg die Werraquell Hütte oder der Aussichtsturm die Highlights. Dieser Aussichtsturm sei der einzige am Rennsteig, mit dem man über den kompletten Thüringer Wald schauen könne, so Andreas Jaeger.

Oberhof mit Sport und Events, der Inselsberg als höchster Berg und mit dem entstehenden Naturpark und UNESCO Zentrum und Masserberg mit dem Schwerpunkt Natur und Gesundheitstourismus sind dann „die drei Perlen am Rennsteig“. Die Abstimmung der TOP 5 sei auch mit der Thüringer Tourismusgesellschaft in Erfurt vorgenommen worden. Der stellvertretende Landrat Dirk Lindner sieht den Landkreis natürlich auch in der Pflicht.

„Wir wären schlechte Kommunalpolitiker eines Landkreises, wenn wir nicht hinter der Fremdenverkehrsentwicklung und der Tourismusentwicklung in der Ferienregion Masserberg stehen würden. Das unterstützen wir natürlich in vollem Umfang. Visionen sind gut, da steht auch immer Baurecht und Verwaltung dahinter. Man muss miteinander ins Gespräch kommen und dann ist auch ganz viel umsetzbar.“

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