Mittwoch, 20.11.2019 15:41 Uhr

Harraser Kirchenorgel ist restauriert

Verantwortlicher Autor: K.-W. Fleißig Harras, 05.10.2019, 16:14 Uhr
Presse-Ressort von: Karl-Wolfgang Fleißig Bericht 4245x gelesen

Harras [ENA] Die Harraser Kirchenorgel ist restauriert. Grund genug, diesen Augenblick der Wiederindienststellung zu feiern. Der Eisfelder Pfarrer Bernd Kaiser konnte aus diesem Anlass am dritten Sonntag im September in der Sankt-Jakobus-Kirche im Eisfelder Ortsteil Harras den Superintendenten Johannes Haak, den Orgelbauer Dirk Schönefeld, Eisfelds Bürgermeister Sven Gregor und den CDU-Landtagsabgeordneten Henry Worm begrüßen.

Nach über zwei Jahren „im Erholungsurlaub in Stadtilm“ zur Restaurierung so Kaiser, „sind die vielen Pfeifen wieder in einem Klang vereint“. Es sei ein wunderbares Ereignis, dass die Orgel wieder in vollem Umfange zu hören sei. Mit einem Orgelkonzert durch Kantor Andreas Förster und Julia Lucas konnten sich die Kirchgänger davon selbst überzeugen. Der Dank von Pfarrer Bernd Kaiser geht an die beteiligten Firmen und fördernden Institutionen sowie alle, die durch kleine und große Spenden zum Erfolg des Projektes beigetragen haben.

Die um das Jahr 1845 gebaute Orgel von Johann Michael Schmidt aus Schmiedefeld bei Suhl verfügt über 750 Pfeifen, von denen 325 aus Holz sind. Nunmehr stand eine umfassende Restaurierung der in die „Jahre gekommenen alten Dame an“. „Niemand kann sich vorstellen“, so Pfarrer Kaiser in seiner Andachtsrede, wie die Orgel früher geklungen hat.“ Da habe es ein „Weinen oder auch Heuler gegeben und auch Töne wären stehen geblieben“, erfahren die Besucher der Andacht. „Vor drei Wochen habe ich das restaurierte Instrument erstmals erklingen gehört – es war ein Gänsehautmoment.“

Über zwei Jahre hat die Orgel geschwiegen. In zwei Bauabschnitten wurde u. a. die verschlissene Windanlage auf dem Boden umfassend restauriert. Ein elektrischer Winderzeuger, Windladen und Spielanlagen wurden ebenfalls in die Restauration einbezogen. Die Gesamtkosten, einschließlich Nebenkosten, belaufen sich auf ca. 60.000 Euro, so Orgelbauer Dirk Schönefeld. Was im Jahr 2017 begann, fand zunächst nach einem Jahr wegen fehlender Fördermittel eine Unterbrechung. Ende des vergangenen Jahres konnte mit der Arbeit weiter fortgefahren werden, weiß Schönefeld.

Nunmehr werden die Kirchgänger in der Sankt-Jakobus-Kirche im Eisfelder Ortsteil Harras wieder ihre Kirchenorgel, die Königin der Instrumente, vernehmen können.

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