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Sturmtief Burglind rief Freiwillige Feuerwehren

Verantwortlicher Autor: K.-W. Fleißig Eisfeld, 08.01.2018, 12:26 Uhr
Presse-Ressort von: Karl-Wolfgang Fleißig Bericht 5562x gelesen

Eisfeld [ENA] Sturmtief Burglind +++ Sturmtief Burglind forderte am Mittwoch, dem 3. Januar 2018, in einigen Bereichen des Landkreises Hildburghausen die Freiwilligen Feuerwehren. So waren infolge von Starkregen in der Nacht und Tauwetter auch die Kameraden der Eisfelder Freiwilligen Feuerwehr zur Hochwasserbekämpfung ausgerückt. Die Werra und weitere kleine Bäche traten über ihre Ufer.

Gegen 9.30 Uhr, so Stadtbrandmeister Peter Pfrenger, habe die Flutwelle im Oberlauf der Werra mit einem Pegelstand bei ca. 1,50 Meter ihren Höhepunkt erreicht. Der Durchschnittswert für Normalwasser liegt hier bei etwa einem halben Meter. Die Kameraden seien von 8.15 Uhr bis 16.00 Uhr im Dauereinsatz gewesen, war aus dem Umfeld des Stadtbrandmeisters zu hören. So gab es mehrere überflutete Straßen, wie beispielsweise die Sachsendorfer und Hirschendorfer Straße. Das von den Feldern kommende Wasser verstopfte die Einlässe in den Straßen, so dass diese wieder freigelegt werden mussten. Im Bereich des Mühlenweges und dem Hirschbach wurden die Kameraden zu überfluteten Kellern gerufen.

Auch die Werra hatte sich in diesem Bereich zu einem stark angeschwollenen Fluss entwickelt. Das zugesetzte Gitter des Einlasses der Sulze im Bereich des Otto Ludwig Gartens führte hier und bis in den Bereich Neulehen zu einer Überflutung. Das Gitter wurde ebenfalls freigelegt und die Neulehen „trockengelegt“, so Stadtbrandmeister Pfrenger. Im Bereich der Herrenmühle wurden vorsorglich – und das erstmals – drei Spundwände in die neuen Hochwasserschutzwände eingezogen. Die neuen Elemente wurden dabei aus der Lagerung des Eisfelder TLUG-Büros entnommen. Die bereits in einigen Stadtbereichen durchgeführten Hochwasserschutzmaßnahmen wirkten sich positiv auf die Hochwassersituation an der Werra in Eisfeld aus.

Eisfelds Bürgermeister Sven Gregor war u. a. an den Schwerpunkten in Eisfeld als auch im Eisfelder Stadtteil Harras anzutreffen. Die restlichen Spundwände in Harras wurden durch die dortigen Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr bereits am Dienstag eingesetzt, so dass hier im Ort die, der Werra anliegenden Straßen vor Überflutung geschützt waren. In Harras nahm Sven Gregor mit dem Harraser Ortsteilbürgermeister Gert Kremer und Ortsteilrat Thomas Kempf die Hochwasserlage in Augenschein. Für Bürgermeister Sven Gregor hat sich der Hochwasserschutz „bewährt, es ist ein Tag der Genugtuung, gab es doch viele Kritiker an diesem Projekt in Harras.

Heute hat der Hochwasserschutz in Harras eindeutig bewiesen, dass er die Ortschaft vor einer Schadenslage bewahren kann.“ Die Erleichterung war den drei Mandatsträgern anzusehen. Vor Ort in Eisfeld waren auch Vertreter der Thüringer Landesanstalt für Umwelt und Geologie TLUG, die sich vom Geschehen vor Ort ein Bild machen wollten. Auch Robert Nenninger der Firma Bauwi aus Suhl mit Arbeitern war zwischen Justus-Jonas-Straße und Herrenmühle zugange. Für sie galt es, einen noch offenen Bereich zwischen neuer Hochwasserschutzmauer und alter Mauer mit Big Bags zu sichern, so dass hier kein Wasser in den umliegenden Stadtbereich fließen konnte.

Insgesamt waren in den Vormittagsstunden des Mittwochs rund 20 Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Eisfeld mit fünf Fahrzeugen sowie der Bauhof im Einsatz. Der Eisfelder Bauhof hatte bereits durch die im Vorfeld angekündigte Wetterlage am Dienstag drei Paletten mit Sandsäcken gefüllt, die somit bei Bedarf zur Verfügung standen. Sylvia Sausemuth aus der Eisfelder Stadtverwaltung kümmerte sich zwischenzeitlich um die Versorgung der Einsatzkräfte.

Bürgermeister Sven Gregor im Resümee: „Viele ehrenamtliche Einsatzstunden wurden von unseren Feuerwehrleuten aus Eisfeld und Harras geleistet, ich bedanke mich bei Ihnen, den Mitarbeitern im Bauhof und der Verwaltung. Der Einsatzablauf und die Zusammenarbeit waren beispielgebend.“

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